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4 Dezember

Neues Bauland für Niederzissen

Eine wichtige Mitteilung machte Ortsbürgermeister Rolf Hans gleich zu Beginn der jüngsten Ratssitzung: Im nichtöffentlichen Teil ihrer vorherigen Tagung hatten die Mandatsträger beschlossen, neues Bauland auszuweisen. Damit reagiert die Gemeinde auf die steigende Nachfrage.

Etwa 30 neue Baugrundstücke sollen im Bereich Bausenberg III, also zwischen Geisbergstraße und Bausenberg, und in der Verlängerung des Baugebietes Im Joch zwischen Espelsweg und Friedhofstraße entstehen. Die Erweiterungsflächen sind jeweils rund 15 000 Quadratmeter groß und sollen von der Gemeinde erworben, erschlossen und vermarktet werden. Besprechungen mit den Eigentümern finden schon am 16. November statt.

Dicke Luft herrschte im Rat bei der Diskussion über die weitere Vorgehensweise bei der Sanierung des Sporthauses. Ortsbürgermeister Rolf Hans auf der einen sowie Ute Durwish und Christoph Schmitt von der SPD-Fraktion auf der anderen Seite waren sich uneins bei der Frage, ob das Lüftungssystem des Gebäudes untersucht und gegebenenfalls erneuert werden muss. Letztlich wurde einstimmig beschlossen, den Planauftrag für die Trinkwasserinstallation, die mit 3900 Euro zu Buche schlägt, um die Überprüfung des Entlüftungskonzeptes zu erweitern. Zudem stimmte der Rat der Kostenübernahme in Höhe von 800 Euro für vier Kunststofffenster zu. Der Ausbau der alten und die Montage der neuen Fenster werden vom SCN übernommen.

Ein Anwohner hatte beantragt, den Fußweg zwischen Friedhofstraße und Finkenweg auszubauen. Bei der Untersuchung der Ausbaumöglichkeit war dann aber aufgefallen, dass sich rund 20 Quadratmeter der benötigten Fläche nicht im Eigentum der Gemeinde befinden. Der Rat erklärte seine Absicht, nach dem Erwerb der kleinen Parzelle den Ausbau vorzunehmen. Mit 4200 Euro beteiligt sich die Ortsgemeinde an den Kosten für das Fällen von etwa 15 stattlichen Weiden an der Villa Romantica. Die Gemeinde ist zahlungspflichtig, weil sie Eigentümerin von zwei Parzellen am Brohlbach gegenüber der Seniorenresidenz ist.

Nicht weiter kamen die Mandatsträger an diesem Abend mit einer Entscheidung über das geplante Salzlager am neuen Bauhof. Bedenken hinsichtlich der benötigten Gebäudegröße konnten nicht ausgeräumt werden, sodass die Angelegenheit auf die nächste Sitzung vertagt wurde. Mit den Beigeordneten Ralf Doll und Jürgen Schneider hat sich der Ortsbürgermeister zwischenzeitlich die Funktion eines Hochhubwagens für das Salzlager angeschaut. Übereinstimmende Meinung: Ein solches Fahrzeug ist für diesen Zweck nicht geeignet. Aus diesem Grunde wurden von verschiedenen Firmen Angebote für eine dreimonatige Ausleihe eines Gabelstaplers eingeholt.

Abschließend teilte der Gemeindechef mit, dass noch in diesem Monat beim Landesbetrieb Mobilität in Koblenz ein Gespräch über den geplanten Ausbau der A 61 stattfindet. Die Gemeinde wird dabei auf die Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen hinweisen sowie eine mögliche Ausfahrt am Gewerbegebiet Brohltal-Ost ansprechen, von der man sich eine Entlastung der Innerortsstraßen verspricht. Die beste Nachricht gab´s ganz am Schluss: Auch im dritten Quartal hat sich der positive Trend bei der Steuerentwicklung in Niederzissen fortgesetzt. In Zahlen: Am 11. Oktober lagen die Gewerbesteuereinnahmen bei 1,26 Millionen Euro und damit 216 000 Euro über dem Ansatz. Auch in Brohltal-Ost wurde die Kalkulation um 83 000 Euro übertroffen.

Text: ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Montag, 04. Dezember 2017 18:01