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02 April

Marktplatz wird durch Mehrzweckgebäude aufgewertet

Was nach der einstimmig gefassten Empfehlung des Niederzissener Bauausschusses nicht anders zu erwarten war, ist nun endgültig beschlossen: Die Gemeinde errichtet am Marktplatz ein Mehrzweckgebäude. Obwohl über die künftige Nutzung des Hauses zurzeit noch nicht definitiv entschieden ist, votierte jetzt auch der Gemeinderat einstimmig bei drei Enthaltungen für das Vorhaben.

Entstehen wird das Gebäude auf der Fläche, die durch den Abriss des alten Bauhofes frei wird. Seit Monaten waren die Pläne im Rat und in der Bevölkerung intensiv diskutiert worden. Den Durchbruch brachte schließlich vor wenigen Wochen ein Gespräch zwischen der Gemeindeverwaltung und den Fraktionssprechern. Das dabei erarbeitete Konzept war vom Bauausschuss einstimmig begrüßt worden (die RZ berichtete).

Ortsbürgermeister Rolf Hans stellte die Eckdaten vor: Das Gebäude soll bei einer Kostenobergrenze von 400 000 Euro eine Gesamtgröße von 150 bis 200 Quadratmetern bekommen, einen Veranstaltungsraum für 50 Personen und natürlich eine für Veranstaltungen auf dem Marktplatz ausreichende Toilettenkapazität. Von besonderer Bedeutung ist eine Veranstaltungsbühne. Über deren Platzierung und Gestaltung erwarten die Mandatsträger Vorschläge vom Planer. In einem Vorgespräch habe ein Vertreter der ADD die Pläne der Gemeinde begrüßt, sagte der Ortsbürgermeister.

Den Planungsauftrag erhält das Architekturbüro Unger aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Beigeordneter Ralf Doll schlug für seine Wählergruppe einen Architektenwettbewerb vor, fand dafür aber keine Mehrheit im Rat. Bezüglich der künftigen Nutzung des Gebäudes sprach Beigeordneter Andy Schmitt (SPD) erneut von einem „ernsthaften Interessenten“ für einen Gastronomiebetrieb. Abstimmungsgespräche sollen in Kürze stattfinden. Der Rat ist sich aber darüber im Klaren, dass bei einer gastronomischen Nutzung nur eine begrenzte Förderung möglich ist. CDU-Fraktionssprecher Stefan Schiele regte an, in die Kostenobergrenze von 400 000 Euro auch die Außenanlagen einzuschließen.

Schon ein wenig weiter ist die Gemeinde mit dem geplanten Jugendplatz am Sauerbrunnen. Den Auftrag für die Tiefbauarbeiten erteilten die Ratsmitglieder der Firma Fuchs aus Burgbrohl. Die Kosten belaufen sich auf 11 200 Euro, die Schätzung der Verwaltung lag bei knapp 12 000 Euro.

Brohlbachbruecke webNach einigen kleinen Ergänzungen, die im Beteiligungsverfahren eingegangen waren, wurde für die 7. Änderung des Bebauungsplanes „Im Joch“ einstimmig die Offenlage beschlossen. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Erweiterung im Anschluss an das bisherige Baugebiet, die nach einem vereinfachten Verfahren durchgeführt wird. Vom Rat zurückgewiesen wurde eine Eingabe der St. Hubertusschützen. Eine der darin enthaltenen Forderungen: „Die Kenntnisnahme und das erteilte Einverständnis der Hinnahme eventueller Lärmemissionen ist von den zukünftigen Anliegern im Gesamtverfahren durch Unterschrift zu bestätigen.“ Die Schießanlage liegt unterhalb der geplanten Bauflächen und nur wenige Hundert Meter davon entfernt. Das neue Baugebiet bekommt die Bezeichnung „Oben im Joch“. Den Auftrag zur Erstellung der Planunterlagen erhält das Büro Faßbender Weber zum Angebotspreis von 23 800 Euro.

Abschließend teilte der Ortsbürgermeister mit, dass die Haushaltssatzung der Gemeinde von der Kreisverwaltung ohne Bedenken oder Einschränkungen angenommen wurde. In dem Schreiben wurde der Gemeinde eine gute Finanzlage bescheinigt. Die Fahrbahn der Straße am Sauerbrunnen wird im Eingangsbereich zum Autobahnzubringer in Kürze auf einer Länge von sechs Metern saniert. Der Dreck-weg-Tag findet am Samstag, 30. März, statt. Treffpunkt für Hilfswillige ist um 9 Uhr am Gemeindebüro auf dem Marktplatz. Ganz wichtig: Die im Vorjahr bei einem Lkw-Unfall beschädigte Brücke in der Unteren Mühlengasse ist repariert und die Straße wieder freigegeben.

Begonnen hatte die Ratssitzung mit einem Gedenken an den kürzlich im Alter von 75 Jahren verstorbenen Altbürgermeister Karl-Heinz Bersheim, der zehn Jahre lang das Amt des Gemeindechefs innehatte. Rolf Hans würdigte in einer kurzen Ansprache die Verdienste seines Vor-vorgängers.


Bild: Fast elf Monate lang war die Brohlbachbrücke in der Unteren Mühlengasse gesperrt, nachdem sie von einem fehlgeleiteten ungarischen Lkw erheblich beschädigt worden war. Jetzt sind die Reparaturarbeiten abgeschlossen und die Durchfahrt wieder freigegeben.

Foto: ©Hans-Willi Kempenich
Text: ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 02. April 2019 17:35