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27 Juni

Brücke bleibt noch länger gesperrt

Vor fast zwei Monaten wurde ein ungarischer Lkw-Fahrer im Innerortsbereich von Niederzissen von seinem Navi in die Irre geleitet. In der Unteren Mühlengasse versuchte er, mit seinem Sattelzug die in einer Kurve gelegene Brohlbachbrücke an Henks Mühle zu überfahren. Was angesichts der Fahrzeuglänge eigentlich unmöglich ist und folglich auch mit einem total demolierten Geländer an der Innenseite der Kurve endete.

Bruecke Untere Muehlengasse webSeither ist die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Die Reparatur wurde aus versicherungstechnischen Gründen noch nicht vorgenommen – und wird sich wohl noch weiter verzögern. „Denn bei einem Ortstermin mit einem Gutachter und einer Fachfirma wurde festgestellt, dass Eisenträger in und an der Brücke stark korrosionsgeschädigt sind“, teilte Ortsbürgermeister Rolf Hans bei der jüngsten Ratssitzung mit. Es werde daher empfohlen, im Zuge der Reparaturarbeiten die Träger auszuwechseln, was natürlich zulasten der Gemeindekasse geht. „Die Firma wird uns ein Angebot für die Sanierung machen und dabei ausweisen, welcher Kostenanteil von der Gemeinde zu tragen ist“, sagte der Ortschef. Bei dieser Gelegenheit wird übrigens auch die Treppe zwischen Kapellenstraße und Unterer Mühlengasse instand gesetzt.

Die Grundstücksverträge für das Neubaugebiet Bausenberg III wurden inzwischen alle notariell abgeschlossen. Damit steht dort eine Fläche von rund 31 000 Quadratmetern für die Erschließung von Bauland zur Verfügung. Etwa gleich groß wird das Neubauareal Im Joch II sein. Für diesen Bereich liegen die Verkaufszusagen aller Grundstückseigentümer vor, die Notartermine sind im Juli. „Insgesamt können wir mit 70 bis 80 neuen Bauplätzen rechnen. Derzeit gibt es etwa 30 Kaufinteressenten“, sagte der Ortsbürgermeister.

Die Gemeinde hat zwei weitere Hundetoiletten angeschafft, die auf Wunsch der Anwohner am Wendehammer im Seifental und am Aufgang zum Zehnesberg montiert werden. Damit erhöht sich die Zahl der Hundetoiletten in Niederzissen auf zwölf. Der neue Kletterturm auf dem Mehrgenerationenplatz konnte inzwischen in Betrieb genommen werden. Die Freigabe verzögerte sich, weil der Fallschutz verbessert werden musste. Die Fläche des ehemaligen Spielplatzes im Heubachtal wurde eingeebnet. In Kürze wird der Rasen eingesät, sodass bald zusätzliche Parkplätze für Besucher der Schützenhalle und der Tennisplätze zur Verfügung stehen.

Weiterhin voll im Zeitplan liegt der Ausbau der Waldorfer Straße. Der untere Bereich ist bis auf die Deckschicht fertiggestellt, derzeit wird oben eine neue Wasserleitung verlegt. Das Ordnungsamt hat inzwischen die vom Bauausschuss empfohlene Beschilderung akzeptiert. Jetzt fehlt noch das Okay von Polizei und LBM. Nach derzeitigem Stand sind die Arbeiten Ende Juli abgeschlossen.

Anwohner von Arweg und Brohltalstraße haben sich bei der Gemeindeverwaltung über zu schnelles Fahren vor ihren Haustüren beschwert. Bei einem Gespräch mit der Polizei wurde vereinbart, in Kürze Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Die Ergebnisse und vor allem die Konsequenzen werden dann Ordnungsamt, Kreisverwaltung, Verkehrswacht, LBM und Gemeinde gemeinsam beraten. Die Polizeiinspektion Remagen wurde auch nach einem Einbruch in die Schutzhütte am Marienköpfchen eingeschaltet. Mit einer Flex wurde dort die Tür zu dem Gebäude aufgebrochen, in dem das Stromaggregat untergebracht ist. Am Gerät selbst entstand kein Schaden. Gestohlen wurden lediglich zwei Benzinkanister.

Zum Schluss gab´s gute und weniger gute Nachrichten rund um die Gemeindefinanzen: Während sich die Anwohner im Neubaugebiet Im Joch, wo die Straßen ausgebaut wurden, über Beitragsbescheide freuen können, die deutlich unter den Erwartungen liegen, zeigte sich der Ortsbürgermeister enttäuscht über den Bewilligungsbescheid über 23 000 Euro zum zweiten Förderantrag Bauhof, den ihm Innenminister Roger Lewentz persönlich ausgehändigt hatte. Im Hinblick auf die Bausumme von weit über 100 000 Euro habe er mindestens mit dem doppelten Förderbetrag gerechnet, sagte der Gemeindechef.

Das Beste aber kam ganz am Schluss: Mitte Mai lagen die Gewerbesteuereinnahmen in Niederzissen bei mehr als 1,7 Millionen Euro und damit um 691 000 Euro über dem Ansatz. Beim Gewerbegebiet Brohltal-Ost beläuft sich das Steueraufkommen auf mehr als 1,4 Millionen Euro. Hier liegen die Mehreinnahmen sogar bei 886 000 Euro.

Bild: Seit Ende April ist die Brohlbachbrücke in der Unteren Mühlengasse für Autos unpassierbar. Weil die Schäden größer sind als zunächst erwartet, ist eine umfassende Reparatur erforderlich.

Foto: ©Hans-Willi Kempenich
Text: ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 27. Juni 2018 20:19