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16 Oktober

Alter Bauhof: Was passiert mit dem Grundstück?

Der Umzug in den neuen Niederzissener Bauhof am Sportzentrum ist weitgehend abgeschlossen. Wie aber soll künftig die Fläche genutzt werden, die nach dem Abriss des alten Bauhofes schon bald zur Verfügung stehen wird? Antworten auf diese Frage suchte jetzt der Bauausschuss der Gemeinde.

Alter BauhofAls Ratgeberin hatte Ortsbürgermeister Rolf Hans dazu Angelika Petrat, die Dorferneuerungsbeauftragte der Kreisverwaltung, eingeladen.

Das Gebäude des alten Bauhofs liegt direkt am vor wenigen Jahren neu gestalteten Marktplatz und in unmittelbarer Nähe des Mehrgenerationenplatzes. Also ein Filetstück für die weitere Gestaltung des Ortskerns. Von einem gastronomischen Betrieb in Richtung Café oder Bistro träumt die Gemeinde – und von einem Investor. Doch der ist nicht in Sicht, wie Ortsbürgermeister Rolf Hans eingestehen musste. „Die Fläche liegt zu weit entfernt vom Schuss“, beschrieb er die Tatsache, dass der Marktplatz zwar mitten im Ort, aber abseits der Durchfahrtswege Brohltalstraße, Mittelstraße und Horststraße gelegen ist.

Dabei könnte die örtliche Gastronomie eine Ergänzung durchaus vertragen. Und da mit dem alten Bauhof auch die öffentliche Toilettenanlage schon bald der Abrissbirne zum Opfer fallen wird, muss auch dafür schnell Ersatz geschaffen werden. Denn auf dem Marktplatz findet im Laufe eines jeden Jahres eine Reihe von Veranstaltungen statt, von denen das Maibaumstellen, die Kirmes und der Nikolausmarkt die größten sind. Aber auch die Besucher des Mehrgenerationenplatzes - häufig Mütter mit ihren Kindern - sind auf Toiletten angewiesen.

Angelika Petrat erinnerte sich an ihre Vergangenheit im Brohltal als Mitarbeiterin im dortigen Bauamt: „Schon vor 20 Jahren lag mir die Umgestaltung des Niederzissener Marktplatzes am Herzen. Und schon damals gab es eine Entwurfsskizze.“ Jetzt müsse man das Ganze natürlich neu überdenken. Wobei eines bleibe: das Fehlen eines Aufenthaltsbereiches in Form einer Kleingastronomie. Die Expertin präsentierte den Mandatsträgern einige Gestaltungsbeispiele. Bei deren Ansicht wich die zunächst nicht zu übersehende Skepsis aus den Mienen der Ausschussmitglieder, die sich dort beim Begriff „Gastronomiecontainer“ breitgemacht hatte. Denn die Bilder zeigten höchst attraktive Gebäude mit großflächigen Fensterfronten und teilweisen Holzverkleidungen. Aus dem Ausschuss kamen alternative Vorschläge, wie ein solches Bauwerk von einheimischen Fachbetrieben errichtet oder auf anderem Weg beschafft werden könnte.

Wie aber soll eine solche Einrichtung ohne einen festen Pächter betrieben werden, falls sich die Gemeinde zum Bau entschließen sollte? Nachgedacht wurde über Trägervereine, eine Sommergastronomie oder einen Wochenendbetrieb. Und was für die Gemeinde auch ganz wichtig ist: Wie kann ein solches Projekt gefördert werden? „In diesem Fall läge gewiss eine städtebauliche Bereicherung vor, die demzufolge auch gefördert werden könnte“, sagte Angelika Petrat. Um Genaueres über die Fördermöglichkeiten in Erfahrung zu bringen, soll zur nächsten Sitzung des Bauausschusses ein Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion eingeladen werden. Auch die Fachfrau aus dem Kreishaus sagte ihr erneutes Erscheinen zu.

Bis dahin will Ortsbürgermeister Hans diverse Informationen über die Machbarkeit der verschiedenen Lösungen einholen. Danach könnte dann eine Arbeitsgruppe gebildet werden, wie vom Beigeordneten Andy Schmitt vorgeschlagen. Auf eine Feststellung legte der Gemeindechef jedoch großen Wert: „Wir sollten uns keine Konkurrenz zur Bausenberghalle und keinen neuen Veranstaltungsort für private Feiern schaffen.“

Bild: Schon bald wird der alte Bauhof am Marktplatz abgerissen. Im Bauausschuss wurden jetzt Pläne geschmiedet, wie die freiwerdende Fläche in der Ortsmitte künftig genutzt werden kann.

Foto: ©Hans-Willi Kempenich
Text: ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Montag, 16. Oktober 2017 11:21