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24 Oktober

Alter Bauhof verschwindet – was kommt dann?

Auf dem Niederzissener Marktplatz geht´s voran. Zwar steht immer noch nicht endgültig fest, welchem Zweck das dort geplante Gebäude einst dienen soll, aber die dafür vorgesehene Baufläche steht schon bald zur Verfügung: Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag für den Abriss des alten Bauhofs. Zum Zuge kommt die Firma Müller aus Schalkenbach zum Angebotspreis von 28 000 Euro gegen zwei Mitbewerber.

„Im Haushalt sind für die Maßnahme 50 000 Euro eingestellt, die zudem vom Land mit maximal 17 300 Euro gefördert wird“, gab Ortsbürgermeister Rolf Hans bekannt. Der Bauhof wurde inzwischen geräumt und die Wasser- und Heizungsinstallation zurückgebaut. In Kürze wird das Gebäude spannungsfrei geschaltet, sodass der Abrissbagger bald anrollen kann. Die Arbeiten sind für Ende Oktober/Anfang November eingeplant.

Bleibt die Frage, was dann dort gebaut wird. Die Diskussionen darüber halten in der Gemeinde an, wobei sich viele eine kleine Gastronomie in der Art eines Bistros oder Cafés wünschen. Um einen geeigneten Betreiber zu finden, hat die Gemeinde kürzlich ein Schreiben an genau 110 gastronomische Betriebe in den Kreisen Ahrweiler, Mayen und Neuwied verschickt. Zudem wurde eine kreisweite Anzeige geschaltet. Nun sind natürlich alle gespannt, wie die Resonanz ausfallen wird.

 

Parallel dazu wurden die Aufträge für den Bau einer Systemhalle am neuen Bauhof vergeben. Auch über dieses Thema hatte es zahlreiche und lange Diskussionen im Gemeinderat gegeben, die sich im Prinzip um eine Frage rankten: Soll das Streusalz für den Winterdienst in einem Silo oder in einer Halle gelagert werden? Letztlich behielten die Befürworter der Hallenlösung die Oberhand. Der Auftrag für die Erd- und Tiefbauarbeiten ging für knapp 30 000 Euro an die Firma Fuchs aus Burgbrohl. Die eigentliche Halle aus einer feuerverzinkten Stahlkonstruktion mit einer Grundfläche von 20 mal 8 Metern baut die Firma Tepe aus Dülmen zum Angebotspreis von 35 000 Euro.

Im Einvernehmen mit den Beigeordneten wurde die Planung für die Ableitung des Außengebietswassers in den Neubaugebieten „Bausenberg III“ und „Joch II“ an das Ingenieurbüro Hartwig vergeben. Das Ergebnis der Untersuchungen findet Berücksichtigung in der Bauleitplanung und dient letztendlich dem Hochwasserschutz in den beiden Neubauarealen. Die Abrechnung erfolgt nach Aufwand, wobei die Kosten mit etwa 5000 Euro beziffert werden. Sollte die Prüfung jedoch ergeben, dass umfangreiche Entwässerungsanlagen gebaut werden müssen, ist eine weitere Vergütung fällig.

Auf Empfehlung des Hallen- und Kulturausschusses werden für den alljährlichen Nikolausmarkt 600 Porzellantassen angeschafft, die mit rund 2000 Euro zu Buche schlagen werden. Die Marktbetreiber, die Heißgetränke im Angebot haben, werden verpflichtet, nur noch diese Tassen zu nutzen. Natürlich kommt damit ein Spülproblem auf den Nikolausmarkt zu, das aber in der Küche der nicht fernen Bausenberghalle gelöst werden kann. Den Ablauf organisieren die Händler.

Abschließend teilte der Ortsbürgermeister mit, dass eine neue Straße im Industriegebiet Brohltal-Ost nach dem Niederzissener Ehrenbürger Klemens Jeub benannt wird. Für den Seniorennachmittag am 23. Oktober sucht der Ortschef noch Helfer für die Bedienung der Gäste und für den Küchendienst. Gesucht werden auch Freiwillige, die bereit sind, die Haus- und Straßensammlung zugunsten des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge zu übernehmen. Zuletzt wurde die Sammlung vom Reservistenverband Andernach durchgeführt, der dafür aber nicht mehr zur Verfügung steht.


Bild: Ende des Monats, spätestens aber im November wird der alte Bauhof am Marktplatz abgerissen. Es bleibt aber die Frage, was dort anschließend gebaut wird.

Foto©Hans-Willi Kempenich
Text:  ©Hans-Willi Kempenich
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 27. Oktober 2019 17:59